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The boy who wanted to be a bird.

21.7.2008 - Workshop Tag 1

...und das Chaos geht weiter...heute war ich ganz kurz davor alles zu schmeißen und mich zum Balaton zu begeben um meine Tage bis zum Abflug sinnvoll zu verbringen......und so schnell gebe ich eigentlich nicht auf....

Hier ist meine Geschichte:
Wir wurden pünktlich 8.15Uhr von unseren Übersetzerinnen abgeholt und zum Frühstückssaal gebracht. Anschließend ging es an die Uni wo wir den restlichen Tag verbringen sollten. Ein schönes altes Gebäude. Da warteten dann auch die ersten Organisatoren und Workshopleiter auf uns. Nur, keiner von ihnen versteht, bzw. spricht Englisch. Den Mädels wurde dann kurzerhand gesagt, sie sollten übersetzen. Sie waren überrascht, fü sie war es das erste Mal, dass sie übersetzt haben und sie haben keine Zeit vorher gehabt, sich mit Begriffen aus der Filmbranche zu beschäftigen.

Dann ging es los. Die Männer erzählten und erzählten. Dann wurde übersetzt. Ein Satz, wenn überhaupt. Mann konnte keine Fragen stellen, sich mit niemandem, der wusste was geht auseinandersetzen, sondern mehr oder weniger nur hilflos rumsitzen.

Dann durften wir unsere erste kleine Aufwärmaufgabe machen, doch das war so chaotisch, dass ich am liebsten mal laut losgeschrien hätte. Außerdem haben wir noch auf sechs Franzosen gewartet, die eigentlich letztendlich den ganzen ersten Tag verpasst haben. Die Hälfte von denen spricht aber eh kein Englisch und die anderen drei nur sehr gebrochen. Außerdem haben wir noch drei Ungarn die ebenfalls nur ihre Muttersprache sprechen. Naja, da kommen schonmal Komplikationen auf.

Nachdem wir allen nur hinterher gelaufen sind ... nur 10% Inhalt mitbekommen haben ... die Hälfte des Tages unorganisiert irgendwelche Sachen mit total unmotivierten und eingeschüchterten Menschen gemacht haben, hatte ich irgendwann die Nase voll und mein inneres Aggressionslevel war auf ca.95% gestiegen.

Ich habe schon herausgesucht wie weit der Balaton weg ist, zu dem ich fahren wollte um in Ruhe meine ganzen noch ausstehenden Unisachen zu beenden und ein wenig das gute Wetter zu genießen. Dann dachte ich mir allerdings, mal sehen, was der Rest des Tages noch so bringt und danach wollte ich entscheiden.

Nach der Mittagspause kam die Erlösung: ATTILA!!! Ein motivierter ungarischer Filmemacher, der gerade aus England kam wo er arbeitet. Endlich jemand, den man versteht, jemand der einen Plan hat was wir machen, jemand der weiß wovon er spricht, jemand dem man Fragen stellen kann. Ich war überwältigt und nun habe ich meine Motivation wieder bekommen. Das einzige was nun noch extrem anstrengend ist, sind die Leute die kein Englisch sprechen, wie soll man mit denen einen Film drehen? Da muss man unheimlich viel kommunizieren.

Ich glaube in den nächsten zwei Wochen werde ich lernen mit meinen Aggressionen umzugehen, das tut mir vielleicht mal ganz gut :-)

So, nun bin ich gespannt, welche fünf Filmideen wir umsetzen werden, das wird sich morgen herausstellen und dann schreib ich bestimmt auch nicht mehr so viel. Es kann jetzt wirklich nur noch bergauf gehen.



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22.7.2008 - Untitled Comment

Geschrieben von Anonymous
na das ist sehr schön... viel spaß beim drehen!

und liebe grüße von mir: freddy
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22.7.2008 - ...etwas lernt man immer...

Geschrieben von Anonymous
und wenn es der Umgang mit Aggressionen ist - kann ja nie schaden (auch wenn es nicht das Ziel Deiner Reise war)
Ich drücke weiter..... D.M.
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